Mit diesen 5 Tipps werden Sie zum Millenial-Leader

Die Generation Y (auch Millenials genannt)– es wird viel über sie geredet, aber meiner Meinung nach zu wenig mit ihr. Im Jahr 2020 macht sie 50% der Workforce aus. Die Ansprüche an die Arbeit verändern sich. Es geht für die Generation Y nicht nur um das schlichte Geld verdienen, sondern vor allem um die Sinnhaftigkeit der Arbeit und den gesellschaftlichen Mehrwert, den wir dadurch schaffen. Daher auch der Name Generation (WH)Y, da diese Generation dafür steht, alles hinterfragen zu müssen. Wir sind nicht bereit uns jahrelang die Hörner an starren Hierarchien und Platzhirschen abzustoßen, wie es vorherige Generationen getan haben, um eines Tages für unsere Arbeit anerkannt, gehört und ernst genommen zu werden. Wir erleben ständig um uns herum, dass Vertreter unserer Generation regelmäßig den Markt aufmischen und ihre Vision des Arbeitens einfach umsetzen. Das Internet und die damit unendlichen Möglichkeiten eröffnen uns die dafür nötigen Türen. Das Mindset der Veränderung schlummert in Vielen unserer Generation. Sie können davon ausgehen, dass wir früher oder später davon Gebrauch machen, wenn wir in Ihrem Unternehmen kein Gehör finden, ziehen wir weiter. Viele Unternehmen leiden einerseits unter einer zunehmenden Fluktuation und andererseits erhalten sie nicht mehr die passenden Bewerber, um vakante Positionen zu besetzen.

 

Natürlich müssen auch wir, die Gen Y, lernen, dass Arbeit nicht immer Spaß macht. Auch wir müssen Kritik einstecken, die nicht unbedingt angenehm ist, um aus Fehlern zu lernen. Die meisten von uns wünschen sich auch kontinuierliches, ehrliches Feedback, da wir unsere Arbeit gut machen wollen. Außerdem erleben einige von uns auch recht schnell die Ernüchterung, dass der neue Job wieder nicht den Erwartungen entspricht, die in uns geweckt wurden. Reißerischen Stellenanzeigen und geschönten Stellenprofilen sei Dank.

 

 

Diese 5 Maßnahmen helfen Ihnen dabei Ihr Unternehmen auf die Bedürfnisse der Generation Y auszurichten und Talente aller Generationen zu gewinnen und zu halten:

 

Realistische Erwartungen an den Job

 

Selbstverständlich wollen Sie die besten Talente anziehen und in Ihrem Unternehmen halten. Dieses Ziel erreichen Sie, indem Sie eine alte Tugend beherzigen: „Ehrlich währt am Längsten“. Achten Sie darauf, dass die Stellenanzeige und jedes persönliche Gespräch realistische Erwartungen an die vakante Stelle und Ihr Unternehmen weckt. Studien zeigen, dass diejenigen, die im Bewerbungsprozess ein realistisches Bild von dem zukünftigen Job erhalten haben, zufriedener mit Ihrem Arbeitsplatz sind und ihrem Arbeitgeber loyaler gegenüberstehen im Vergleich zu denjenigen, die aufgrund von geschönten Erwartungen enttäuscht wurden.

 

 

Machen Sie sich die besonderen Gegebenheiten an die Stelle bewusst und formulieren Sie offene Fragen, die dem Bewerber Einblick ins Unternehmen eröffnen und Ihnen einen guten Eindruck vom Bewerber vermitteln.

 

Job Design

 

Absolventen, ob Schüler oder Studenten, sind viel Abwechslung gewohnt. Alle 45 – 90 Minuten wird ein anderes Fach behandelt und sie sind in verschiedenen Projektgruppen eingebunden. Das ist in einigen Jobs nicht der Fall. Je nach Jobanforderungen, Teambesetzung und Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter kann es ratsam sein das Tätigkeitsprofil zu verändern, um es vielfältiger zu machen. Diagnostische Tools aus der Psychologie können dabei helfen Ihre Situation zu analysieren und Empfehlungen abzuleiten.

 

Kontinuierliches Feedback in zwei Richtungen

 

Noten hatten bisher einen hohen Stellenwert. Sie haben ein Feedback der Leistung in einer Punkt(zahl) ausgedrückt. Absolventen hatten bisher den Eindruck, dass sie gut performen, wenn sie die Relevanz von Unterrichts/Studieninhalten für die Klausur erkennen, um den massigen Stoff auf das nötigste zu reduzieren. Im Job sind die Vorgaben nicht so präzise und ein erfolgreiches Arbeitsergebnis wird nicht mehr in einer Zahl ausgedrückt. Umso wichtiger – das kontinuierliche Feedback. Die meisten Arbeitnehmer möchten einen super Job machen. Als Führungskraft sollten Sie sich als Coach und nicht als Manager sehen, damit Ihre Mitarbeiter die nötige Anleitung für die erfolgreiche Arbeit erhalten. Planen Sie regelmäßige, kurze Gespräche zur derzeitigen Arbeitsleistung ein. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter auch um Rückmeldung in Bezug auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Das zeigt nicht nur Interesse, sondern gibt auch Sicherheit auf die eigene Arbeitsleistung und schöpft das Verbesserungspotenzial beider Seiten aus.

 

Mitarbeiterbefragung

 

In der Regel herrscht eine gewisse Distanz zwischen der Führungskraft und den Mitarbeitern. Viele Mitarbeiter haben Hemmungen oder Angst ihre Meinung zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz oder dem Führungsstil des Chefs zu äußern. Nutzen Sie die anonyme Form der Mitarbeiterbefragung, um aus den gewonnenen Daten die Meinung Ihrer Mitarbeiter zu erfahren. Die Fragebögen können individuell an Ihre Situation oder derzeitigen Herausforderungen angepasst werden und berücksichtigen wichtige Generationsaspekte.

 

 

Mitarbeiter Workshops

 

Die Mitarbeiterumfragen verschaffen Ihnen ein erstes Stimmungsbild der gesamten Belegschaft. Wenn Sie wirklich positive Veränderungen erzielen möchten, muss ein Dialog zwischen den Generationen professionell geführt werden. Bewährte Methoden helfen dabei, dass jede Stimme gehört wird und individuelle Lösungen für Ihr Team / Ihr Unternehmen erarbeitet werden. Es ist nachgewiesen, dass Veränderungen, die von den Mitarbeitern initiiert werden wesentlich eher zum Erfolg führen, als vom Management vorgegebene Maßnahmen. Dadurch können Sie sicher sein, dass Sie das größte Potenzial Ihrer Mitarbeiter ausschöpfen.